Angebote
Projekte
Kontaktstellen
Über uns
Kontakt
A A+ A++

30. August 2017

25 Jahre Akademie 2. Lebenshälfte in Teltow – Kleinmachnow - Stahnsdorf

Als die Akademie 1992 als landesweites Projekt erstmals begann, Weiterbildungskurse fĂĽr ältere Arbeitslose anzubieten, war der Begriff 'demografischer Wandel' noch weitgehend unbekannt. Doch damals wie heute gilt die Maxime der vielen Aktiven unter dem Dach der Akademie: Auch fĂĽr die Generation 50 + sind persönliche Entwicklung, aktive Teilhabe, Solidarität und  hartnäckiges Einmischen in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse möglich und nötig.

Deshalb veranstaltete die Akademie 2. Lebenshälfte am 29. August auch nicht nur ein Fest zum Jubiläum sondern lud ein in das Neue Rathaus in Teltow zu einer Regionaltagung mit dem Titel 'Eine Region fĂĽr aktives Alter/n'. In dieser Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf fand 1992 wie auch in Neuruppin und Eberswalde der Start des damaligen Piltoprojektes statt. 
Dass hier die Akademie ein verlässlicher und innovativer Partner für die Kommunen war und ist, veranschaulichten die Grußworte des Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt, auch im Namen seiner Amtskollegen aus Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie von Landrat Wolfgang Blasig vom Landkreis Potsdam Mittelmark.

 Gesund und aktiv im Alter - was wirkt?

  Lernen - Engagieren - Wandel gestalten, das sind die Felder, in denen die Akademie ĂĽber die Jahre Beteiligungsmöglichkeiten entwickelt hat und kontinuierlich weiterentwickelt. Und nach aktuellem Forschungsstand sind dies genau die Punkte, die fĂĽr jeden persönlich wichtig sind, um das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten, auch in der zweiten Lebenshälfte. Das bestätigte auch Dr. Jenny Block vom Deutschen Zentrum fĂĽr Altersfragen aus Berlin. Sie ging in ihrem Vortrag auf die Empfehlungen des 7. Altenberichts der Bundesregierung ein. Er ist vor kurzem erschienen und stellt die Sorge und Mitverantwortung in der Kommune in den Mittelpunkt. Das ist deshalb ein so wichtiges Thema, weil Teilhabe und Lebensqualität im Alter eben in besonderem MaĂźe von der lokalen Infrastruktur und den sozialen Netzwerken am Wohn- und Lebensort abhängen.

Wie das konkret im Landkreis Potsdam-Mittelmark ausschaut und welche Herausforderungen und Chancen daraus als Gestaltungsaufgabe für die Kommunen erwachsen, erläuterte Thomas Schulz, Fachbereichsleiter Soziales des Landkreises. Bis 2030 steigt nach seiner Prognose hier die Zahl der über 65jährigen Einwohner und Einwohnerinnen um 57 Prozent. Zuwächse gibt es auch in der Region T-K-S, im Speckgürtel von Berlin, verbunden mit einem Bevölkerungswachstum auch bei Kindern und Erwerbsfähigen. Diese Dynamiken stellen die Kreisverwaltung vor erhebliche Herausforderungen bei der Strategieentwicklung wie auch der praktischen Umsetzung. Hier kann der Landkreis auf eine vorbildliche Dialogkultur verweisen, die auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung der Akademie 2. Lebenshälfte wie z.B. der Seniortrainerausbildung, beinhaltet.

 Sekt oder Selters - die nächsten 25 Jahre

 Nach der Stärkung fĂĽr Körper (Häppchen) und Geist (Aktivprogramm und Gehirnjogging mit Beate Stephan) diskutierten die Referenten mit Vertreterinnen der Akademie und dem Publikum ĂĽber neue Herausforderungen. Demografischer Wandel, eine rasante Veränderung in den persönlichen LebensentwĂĽrfen, der Start der 'Baby-Boomer' ins Rentenalter, die Anforderungen der Digitalisierung und was dies fĂĽr Onliner und Offliner 50 + bedeutet, werden in den nächsten  Jahren die Herausforderungen an eine erfolgreiche Arbeit der Akademie 2. Lebenshälfte in der Region bestimmen. Das erfordert Neugier, Engagement wie Kontinuität und Hartnäckigkeit von allen Beteiligten. „Es erfordert aber auch weiterhin ein klares Bekenntnis der Kommunen zu BedĂĽrfnissen und Potenzialen der Ă„lteren durch eine kontinuierliche Förderung dieser Kontaktstelle,“ so Dr. Ingrid Witzsche, stellv. Vorsitzende des Fördervereins der Akademie 2. Lebenshälfte.

Über aktuelle Netzwerkarbeit und die Erfolge und Pannen in Vergangenheit und Zukunft wurde dann ausgiebig beim anschließenden Empfang geplaudert – bei Sekt und Selters.

Zum Vortrag Jenny Block

Zum Vortrag Thomas Schulz